Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Et jibt nüscht jutet…

Juli 21, 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

…außer et tutet!

Was schon länger fällig ist…

Juli 21, 2011

Schlechtes Wetter

Juli 21, 2011

 

 

Gesundes Volksempfinden im Dschungel

Januar 25, 2011

Wäre Sarah Knappik nicht manchmal so anstrengend, wäre es vielleicht einfacher, es zu bemerken. Sie gibt ein gutes Beispiel dafür ab, wie eklig die Welt sein kann und dass es mitunter die viel menschlichere, richtigere Wahl ist, wenn man am Ende als bekloppt dasteht.

Wenn Deutsche von gesundem Menschenverstand sprechen, dann entrspricht das, was sie sich dabei vorstellen eher dem Goebbels’schen „gesundem Volksempfinden“ als dem, was der Begriff im besten Falle meinen könnte: dass man noch alle Tassen im Schrank hat.

Sarah Knappik ist ziemlich vernünftig. Sie hat sich um die meisten der ekligen „Dschungelprüfungen“ gedrückt, was jeder Mensch machen würde, der noch ein bisschen Achtung vor sich selbst hat.

Man könnte jetzt entgegnen, dass man in diesem Fall nicht an einer Veranstaltung wie dem „Dschungelcamp“ teilnehmen sollte. Das stimmt zwar, aber – aber es ist doch eigentlich noch cooler, hinzugehen und einfach nicht mitzumachen, vor Millionen von Zuschauern?
Auf die anderen Lumpenprominenten und die „Gruppe“ zu pfeifen und sich nicht zu jedem Mist überreden lassen, auch wenn die anderen dann meckern, einem mangelden Teamgeist vorwerfen und einem sagen, man solle sich nicht so anstellen?

Jay Khan, Thomas Rupprath und Matthieu Carrière geben Sarah Knappik recht, wenn sie ihr vor dem Versammelten Mob Vorhaltungen machen und es dabei kaum hinbekommen, von sich selbst in der ersten Person zu sprechen. Stattdessen sagen sie „wir“ und das mit einer Konsequenz, die einem die Haare zu Berge stehen lässt. Die gute alte Formel, in Gruppengesprächen Sätze mit „ich“ zu beginnen, hat schon ihren Sinn. Es ist, frei nach Adorno, bei manchen Menschen schon eine Unverschämtheit, wenn sie „Ich“ sagen.

Diese Leute sagen tatsächlich die Wahrheit, wenn sie „wir“ sagen. Die vermittelnde Instanz, die das „Ich“ bei geistig gesunden Personen ist, ist bei ihnen fast vollständig in der Zwangsgemeinschaft aufgegangen. Wenn Jay Khan immer wieder betont, was für ein toller Teamplayer er sei, dann meint er das ernst und das schlimme daran ist – es ist auch noch wahr.

Und gerade deswegen ist er so eklig, was noch deutlicher wird daran, dass er niemals alleine herummackern kann, dafür braucht er Thomas Rupprath, der ein ähnlich armseliges Würstchen ist ( Denkt mal nur daran, wie die Beiden aufgeblüht sind, als sie endlich gemeinsam ihre Dschungeprüfung absolvieren durften).

Interessant ist auch, dass sie auch immer wieder erwähnen mussten, dass Sarah Knappik ständig „ich“ sagt und wie schlimm das sei.

Das Bashing gegen Sarah Knappik im „Dschungelcamp“ bis zu ihrem Weggang ist mal wieder ein Beispiel dafür, wie wenig der autoritäre Charakter auffällt, wenn er einfach allgegenwärtig ist. Alle sind sich einig, dass sie eine verwöhnte, egoistische Göre ist, die sich mal zusammenreißen sollte.

Sollte sie nicht. Schade, dass sie nicht mehr dabei ist, aber vielleicht besser für sie. Leider hat sie bei versucht, trotzdem anerkannt und integriert zu sein. Hoffentlich lernt sie noch, dass beides nicht zu haben ist, nicht bei einem solchen Haufen von Arschlöchern und Duckmäusern.

Die Moderatoren und das selsbstreferentielle drumherum des Senders (sogar eine „Psychoterapeutin“ (?) ist dabei, geben Anlass zur Sorge. Es ist mit Sicherheit kein Zufall, dass alle niemand etwas dabei findet, wie Asozial die aktuelle „Dschungelcamp“- Gruppe ist, und dass sie nicht darauf kommen, nicht einmal im Nebensatz, dass Sarah Knappik sich, den Umständen entsprechend, zwar  unbeholfen, aber doch ziemlich vorbildhaft verhalten hat.

Wenn Matthieu Carrière zu Sarah Knappik sagt, sie sei gefährlich, dann hat er insofern recht, dass sich mehr Menschen ein Beispiel an ihr nehmen könnten, den Volkserziehungsformaten wie „Dschungelcamp“ nicht mehr auf den Leim gehen und endlich mal herumzicken, was das Zeug hält.

In diesem Sinne: einen Toast auf Sarah Knappik!

Antisemitische Regatta

Juli 9, 2010

Journalistisches Bettnässertum

So geht objektive Berichterstattung, möchte man meinen.

Da hat SPON-Quelle dpa wohl bei al Jazeera abgeschrieben? Als wäre der Versuch, die Israelische Blockade von Gaza zu durchbrechen das normalste auf der Welt, und als ginge es bei der Schiffe-nach Israel-Schickerei um humanitäre Interessen. Zum Kotzen. DAS ist professioneller Antisemitismus, SO macht man das. Nicht falsche Behauptungen, nicht Fakten fälschen, nein. Einfach alle Umstände, die nicht passen, ignorieren.

Offenbar ist den Schmierfinken, die diesen Artikel geschrieben haben, der Antisemitismus so sehr Herzensangelegenheit, dass sie nicht einmal in der Lage wären, ihr Ressentiment in Worte zu fassen.

Nochmal: Die Menschen in Gaza sind mit Nahrung und Medizin deutlich besser versorgt als die Bevölkerung der meisten arabischen Staaten. Außerdem sogar besser als in der Türkei, die immer noch als potentieller EU-Beitrittskandidat gilt. Was die Israelische Blockade angeht, so ist es auch mehr als Frech, hier Israel „Unangemessenheit“ vorzuwerfen. Aber das mag ich hier gar nicht weiter auswalzen.

Auch die Schlussbemerkung über Gaddafis Plädieren für einen „Binatonalen Staat“ steht da einfach, als komme sie einem zumindest teiweise Vernunftbegabten Menschen und nicht von einem Diktator, der so Irre und antisemitisch wie brutal ist.

Das aber nur als Vorbemerkung, mit einem Verweis auf diesen Großartigen Artikel von Claudio Casula.

Regatta

Jetzt schickt auch noch der Oberkasper aus Libyen seine Banditen nach Israel. Als wenn es es nicht gereicht hätte, dass Ahmadinedschad schon an einem Unfug ähnlichen Ausmaßes bastelt.

Zu erwarten ist, dass auch auf diesem Schiff nicht unbedingt eine Bande von schlecht informierten Hippies mitfährt, sondern mindestens genauso Irre Djihadisten, wie auf der „Mavi Marmara“ die es darauf anlegen werden, von Israelischen Soldaten mindestens ordentlich verhauen zu werden, vermutlich wird es sich um genauso ein Himmelfahrtskommando handeln, wie die Extremisten von der „Türkischen Wohlfartsorganisation“ IHH, die es mindestens darauf anlegen werden, erschossen oder versenkt zu werden.

Ich gehe mal davon aus, dass im Laufe dieses Jahren noch einige solcher „Hilfsflotten“ Israel ansteuern werden, allein darum, um im großen Antisemitismuswettstreit ganz vorn dabeizusein. Mal sehn, wer sich noch berufen fühlen wird, auf dem Mittelmeer wird jedenfalls in Regattastimmung aufkommen.

Lernfähige Djihadisten

Auch Djihadisten lernen. Ich gehe davon aus, dass die Selbstmordanschläge gegen Israel in den nächsten Jahren eine andere Qualität annehmen werden. Es hat sich herumgesprochen, dass es auf der Welt genügend Journalisten gibt, die sich freuen, wenn sie gegen Israel anscheiben können und die dann auch mal das eine oder andere Detail hinzufügen oder weglassen. Es wird einen regelrechten Run geben auf Gelegenheiten, sich von Israelischen Soldaten medienwirksam erschießen zu lassen. Sprengstoffgürtel im Café ist out, der Trend geht zum Segeln.

Dass man sie vorher angegriffen, als Geiseln genommen beschossen oder halbtot geprügelt hat, wird, so die Rechnung, schon irgfendwie unter den Tisch fallen, da ist besonders auf die Arabische und Europäische Journaille Verlass.

Und nicht nur auf die. Die Reaktionen der Politik auf die Erstürmung der „Hilfsflotte“ sprechen eine eindeutige Sprache: Auf so eine Gelegenheit haben alle nur gewartet, die Souveränität Israels zu untergraben erfreut sich immer größter Beliebtheit, so auch in Deutschland, klar.

Olympischer Frieden

So etabliert sich gerade, neben Israelkritik, Intifada, Pallywood, Human Shields und dem klassischen Suicide Bombing eine neue Disziplin im Djihad gegen den verhassten jüdischen Staat: Sich-versenken-lassen.

Und sie werden mit dieser Strategie auch wieder eine Weile Erfolg haben. Leider. Und dann kommt der nächste Coup, dann wird es vielleicht Fallschimspringen sein, oder Schwimmen…

Iregendwie sind das schon fast olympische Ausmaße, für jeden was dabei. Die Schlagkraft der antisemitischen Einheitsfront kommt gerade aus ihrer Heterogenität, die vor allem in der Wahl der Mittel liegt . Vom linksalternativen „Israelkritiker“ bis zur Hamas sind es zwar Welten, Im Hass auf israel ist man sich dann aber doch so einig, dass man auch mal geflissentlich über, sagen wir, kulturelle Differenzen hinwegschaut. Olympischer Frieden gegen Israel.

Die linguistische Verschwörung

Juni 25, 2010

Hütet euch vor den Linguisten und ihren Freunden, denn sie streben nach der Weltherrschaft. Noch stehen sie an Bushaltestellen herum und tun ganz harmlos, mit ihren Hornbrillen und Signifikantenkettchen.

Bald aber haben sie es geschafft, dann wird die Linguistische Wende als selbsterfüllende Prophezeiung Wirklichkeit werden. Noch der letzte Winkel der Realität wird von sich glauben, nichts zu sein als ein Nachbild des sinn- und haltlosen Geschwatzes über ihn.

Und das wird die Stunde der Linguisten sein. Wenn von der Welt nichts mehr bleibt, als selbstreferentielles Geplapper, dann werden sie sich als die großen Retter aufspielen und fürderhin mit Sprachregelungen und scheinbar neuen Diskursen, die Agonie der Geschichte einleiten, über die sie auf ewig herrschen werden.

Niemand wird mehr auf die Idee kommen, das Wirkliche am Möglichen zu messen. Mit der Wirklichkeit wird auch ihr Negatives, also das, was über sie hinausweisen könnte, im Geschwätz über das Geschwätz entsorgt werden.

Ihr Ausgang ist so unbestimmt, wie das Verhältnis dieser Wahnsinnigen zur Wahrheit. Wahrscheinlich wird die Menhscheit Erlösung finden, indem sie sich irgendwann zu Tode langweilt.

Schade, dass wir nicht alle versenkt haben.

Juni 1, 2010

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,697862,00.html

Schade, dass die Autoren dieses Spiegel-Artikels nicht auch draufgegangen sind. Naja, würde wohl nicht viel bringen, da es genug antisemitischen Nachwuchs gibt.

Da möchte ich nur Simon zustimmen, der „noch ganz außer Atem ist vom rufen rechtsnationaler Parolen“: Schade, dass wir nicht alle versenkt haben.

Eigentlich schade. Die Jet-Set des weltweiten Antisemitismus auf einen Schlag auf dem Grund des Mittelmeers, das wäre ein großer Schritt für die Menschheit gewesen.

Bleibt zu hoffen, dass die Pogromaufrufe von SPON bis UN nicht fruchten.

Ich bin gerade zu sauer für Inhalte, deshalb nur ein Aufruf:

http://pizzaidf.org/

Fugenovokale, Gedankengespenster

April 19, 2010

Grundsätzlich:

Es heißt Trilogie und nicht Triologie.

Islamophobie ist eh kein richtiges Wort, also eigentlich nicht der Rede Wert, wäre die Welt nicht so schlecht, wie sie ist. Ich denke aber, wenn es ein richtiges Wort wäre, also eines, das man ohne sich in Grund und Boden zu schämen, benutzen könnte, dann hieße es richtig: Islamphobie.

Es hieße zwar „islamophob“, trotzdem aber Islamphobie. Wenn die Angelsachsen „islamophobia“sagen, klingt das ja noch sinnvoll. Da aber die alten Griechen weder den Islam noch die „Islamphobie“ kannten, hat das Wort, zumindest auf Deutsch, das „o“ verdammt nochmal nicht nötig. Es sei denn, es soll gescheiter klingen, als es ist. (Bei Islamophilie wäre das anders, weil Islamphilie halt scheiße klingen tät. Aber darum geht es hier gerade nicht.)

Und der Typ von der „Bahamas“ heißt Wertmüller, nicht Wertemüller.

Vorkommen:

Eigentlich halte ich nicht viel von Klugscheißerei, die Verwendung von Sprache betreffend, wohl aber bei genau diesen 3 Beispielen: Alle lesen oder glotzen sie Triologien (die nicht mal Trilogien sind), beklagen die Islamophobie, und, sofern linksinteressiert, schimpfen sie auch noch auf den Wertemüller.

Fast nie ist es eine Trilogie, niemals Islamphobie und auf Wertmüller schimpft auch keine Sau.

Wer sich mit Trilogien, Islamphobie und Wertmüller beschäftigt, das unterstelle ich mal, hat zumindest Lesen gelernt und glaubt, – zumindest in  Fall von Interesse an „Islamophobie“ oder dem Schimpfen auf „Wertemüller“ –, sich mit wesentlichen Dingen zu befassen.

Wenn jemand „Wertemüller“ sagt, wird er auch im selben Gespräch von „Islamophobie“ faseln, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, also zu etwa 90% wahrscheinlich. Und ich bin mir sicher, dass dieselbe Person auch von einer Triologie sprechen würde.

Halbgebildete Schnösel

Wer meint, so selbstherrlich Sprache verwursten zu dürfen, sollte zu wichtigen Dingen besser die Klappe halten. Nicht, dass ich jemandem mit geringer Bildung verbieten wollen würde, sich bei wichtigen Dingen einzumischen. Nicht, dass ich jemandem den falschen Gebrauch von Wörteren ankreiden würde, an sich finde ich das nicht schlimm.

Ich habe nur die ganzen halbgebildeten Schnösel satt, die ein paar Modewörter und ein paar Namen auswendig lernen, die sie dann überall herausposaunen müssen.

Die Fehlerhaftigkeit gerade bei diesen Wörtern lässt vermuten, dass hier fürs Denken nicht viel Zeit verbraucht wird, dass hier offenbar die Widerstände („denken“) zwischen aufschnappen und daherplappern recht gering sind.

Diese Leute machen jede möglicherweise interessante Diskussion zur immergleichen Qual. Es ist nämlich auch genau die Sorte, die sich immer einmischen muss, sobald sich Erwachsene unterhalten und die dann mit ihrem halbgaren Gequake jedes weitere Vordringen zum Schönen, Wahren und Guten unmöglich machen.

Und dann frag sie mal jemand was  zu ihren liebsten Sujets, also der Islamophobie und dem Wertemüller:

Islamophobie ist „eine Art Antisemitismus oder Rassismus, nur halt mit Moslems, statt mit Juden oder, äh, Menschen mit stark pigmentierter Haut“.

Und der Wertemüller, „das ist doch der von der Bahamas, und die, das sind doch die allerkrassesten Antideutschen… die sind doch voll rassistisch und sexistisch und finden alles gut, was Amerika macht, also nee, die sind zu krass…“ Gelesen haben sie noch keine einzige Zeile von ihrem Lieblingsfeind, das wird meistens ganz schnell klar. Meistens vermuten sie irgendwas, und das ist fast immer absoluter Quatsch, hat selten auch nur entfernt inhaltliche Ähnlichkeit mit irgendwas von Justus Wertmüller.

Auf die Dummdreistigkeit hingewiesen, die dem Begriff der Islamphobie eignet und darauf, dass man auch bitte – zumindest ein bisschen – wissen sollte, was der Wertmüller so schreibt, bevor man über ihn herzieht, reagieren sie beleidigt, fühlen sich herabgesetzt oder blubbern einfach munter weiter: „Jedenfalls, also die Bahamas, das ist mir zu krass“ und „Islamophobie, das ist aber schon schlimm, nicht so krass wie Antisemitismus vielleicht,  wegen den Nazis und so, aber schon echt ein Problem.“

Undsoweiter.

Tja…

Diese Fugenvokale sind an sich ja nichts schlimmes, nur drängt sich der Verdacht auf, das sie Symptome einer weit verbreiteten Pathologie sind, die sich außerdem durch Geschwätzigkeit, Gedankenlosigkeit Hobbymoralismus und Abwehr auszeichnet. Das sollte man mal näher untersuchen.

Diese Vokale sind wahrscheinlich Überreste sinnvoller Sätze, die verdrängt werden mussten. Gespenster von Gedanken, die durch die Hohlräume spuken und die leider viel zu oft mit Geist verwechselt werden.

P.S.: Was heißt eigentlich „Arschlöcher“ auf Altgriechisch? ich würde gerne einen Neologismus in die Welt setzen, der eine sympathische Spielart von „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ bezeichnet, und bräuchte da Hilfe.

Cold Turkey

März 9, 2010

Das ewige Problem der Juden…

März 4, 2010

Oha: Gegen antisemitische Ausfälle dürfen laut kölner Staatsanwaltschaft nur Juden Anzeige erstatten. Fehlt noch, dass sie vorher per Ahnenforschung die Rassenzugehörigkeit überprüft. (Wäre ein negatives Ergebnis dann eigentlich eine Art „Ariernachweis“?)

Dass Deutsche sich von Antisemitismus bedroht fühlen oder einfach etwas dagegen haben könnten, wird nicht für möglich gehalten. Antisemitismus ist das Problem der Juden.

In ihrer negativen Variante kannte ich diese Figur schon: Der Antisemitismus ist das das Problem der Juden, weil auf irgendeine Art werden sie ihn schon verursacht haben. So weit so antisemitisch, so alt die Leier.

(Ähnlich blöd ist die Feststellung, Juden selbst könnten nicht antisemitisch sein, auch wenn sie hieb- und stichfest antisemitische Statements vom Stapel lassen, wie z.B. „die Tochter„.)

Dass Juden nun auch noch, quasi positiv das Privileg auf den Antisemitismus (als ihr eigenes Problem) zugesprochen bekommen, das ist neu, und das auch noch von einer Staatsanwaltschaft in Deutschland.

Als ob der Wahnsinn dahinter, immer wieder das jüdische und die Juden bestimmen zu müssen nicht ausreichte.

Ob irgendwelche Nazis in der nächsten Zeit beleidigt fragen werden: „Man wird ja wohl als Deutscher in Deutschland noch das Recht haben, Antisemitismus zu benennen!?“ Und ob sie hinter dieser bekloppten Entscheidung der Staatsanwälte die jüdische Lobby vermuten werden?

Antisemitismus ist grotesk, da kann es immer passieren, dass jede, noch so absurde unter all seinen denkbaren Verdrehungen, irgendwann in der Realität ankommt oder zumindest diskutiert wird.

Anything goes!

Übrigens: wenn es vor deutschen Gerichten um die doppelte Staatsbürgerschaft von deutschen Israelis geht, wird es auch interessant.